FrauenBILDer der Künstlerin Christine Dumbsky

sind Bilder von Frauen und deren Innenwelten. Seit die Malerin sich erinnern kann, war sie dem Thema „Frau“ verbunden. Schon als Kind in ihren allerersten Kinderzeichnungen findet es sich wieder. Die Frage was macht es mit mir, die Weiblichkeit. Sieht man die Dinge anders, weil man weiblich ist? Wie erlebe ich das Frau sein. Warum ist in der nahen Geschichte der Menschheit und in manchen Kulturen bis heute die Frau eine 2. Besetzung, die 2. Wahl oder noch nicht mal das?

Was hat genau dies aus uns gemacht, wie wirkt es fort, ist es einmal ein Vorteil gewesen aus dem die Kraft kommt? Was ist mit Ausgewogenheit, kann sie herstellen? Kann man das mit einem Bild sichtbar machen? Oder zumindest dadurch sich selbst auf den Weg begeben daran zu arbeiten?

“I’m a bitch, I’m a lover, I’m a child and a mother, I’m a sinner and a saint – I do not feel ashamed, I’m your hell and your dream – nothing in between”… ein Auszug aus einem Liedtext der Sängerin Alanis Morissette, die diese Zerrissenheit und den Zeitgeist fast auf den Punkt bringt mit dieser Textpassage. Musik und Poesie wichtig für die Bildfindung – alle Sinne – am liebsten vereint beim Schaffensprozess. So finden sich Musikstücke, mal als Text, mal als Melodiefragment in ihren Bildernamen als Hinwei um ein akustisches Gefühl anzustoßen – ein hilfreicher Schlüssel/Zugangscode.

Die Frau ein vielschichtiges Wesen immer auf der Suche, ausgestattet mit der wichtigsten Fähigkeit der Menschheit von Natur aus, die erst den Fortbestand der Spezies überhaupt ermöglicht – eine Hüterin des Feuers – die Mutter Erde…

in der spanischen Sprache z. B. nennt man die Geburt „dar luz“, was übersetzt soviel bedeutet wie: Licht geben. Jemand der Licht gibt – heute doch noch so oft in den Schatten verbannt. Hat es vielleicht damit zu tun, dass man Angst hat vor dem Licht, weil wo viel davon ist, kann man alles besser erkennen und dadurch begreifen? Oder hat man Angst vor dem was das Licht hinter etwas wirft – das Dunkel?

Die weiche, mit weniger physischer Kraft ausgestattete, dafür mit Ausdauer und Leidensfähigkeit, Anpassungsfähigkeit, Kompromissbereitschaft und der Fähigkeit sich zurückzunehmen für ein höheres Ziel. All diese Aspekte interessieren die Malerin und sie versucht, das was sie wahrnimmt, dem Zeitgeist und dem was sie von den anderen sieht zu komprimieren in einem Bildwerk.

Die äußere Schönheit ist hierbei oft ein Arbeitsmittel um durch das Bildwerk die innere Schönheit nahezubringen. Denn auch oder gerade ein schön gemaltes, mit oberflächlich betrachteten schönen Stilmitteln, technisch perfekt umgesetztes Bild, verleitet doch erst überhaupt dazu, sich näher damit befassen zu wollen – sich damit umgeben zu wollen und ihm dadurch Zeit und Raum – Beachtung zu schenken. Sehnsucht wecken, das Bild hinter dem Bild zu suchen und zu erkennen. Denn so ist es bei der Künstlerin immer, es gibt immer noch etwas, daß sich darin verbirgt.

Der Apfel ist süß und verlockend, die Kerne weniger – auch ein Synonym für die Versuchung – süß und bitter – bittersüß wenn man bereit ist und soweit vordringt.
Diese Versuchung ist auch verknüpft mit der Erotik die, die Gemälde oft ausstrahlen, wobei eine Frau weiß, daß sie Erotik anders definiert, lebt und erlebt wie ein Mann.
Diese Sichtweise ist der Kunstgeschichte lange abhanden gekommen, da auch hier die männliche Sicht für erotische Frauenbilder primär propagiert wurde.
Es fehlt die echte vielschichtige Fraulichkeit der Frau auffallend. Sicherlich begründet liegt es schlicht an den jeweiligen Zeitaltern, Weltanschauungen etc. und der sogenannten „Unschicklichkeit“ als Frau grundsätzlich mit Erotik in einem Satz genannt zu werden war gleichbedeutend – man muss es gar nicht aussprechen.

Heute ist das anders – zumindest in unserem westlichen Kulturraum – es hat sich gewandelt.
Wahre Sinnlichkeit und Erotik ist gleich Frau. Kopflastig, emotional, weich, gefühlvoll, liebens- und leidensfähig, leidenschaftlich – all diese Attribute sind weiblich und tröstlich. Wie traurig und grau wäre die Welt ohne dass die essentielle Triebfeder auch für den Fortbestand fehlte. Eine Form der Magie, wie alles, was der kosmische Zufall fügte wohl magisch ist. Rund 14 Milliarden Jahre stehen dem entgegen. Wer will behaupten, daß die Unwahrscheinlichkeit aller Zufälle dazu führte, daß es uns überhaupt gibt nichts mit Magie zu tun hat, hat die Welt noch nie von außen betrachtet. Alles wird zur Standpunktfrage „Das ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ Goethe/Faust. Eine Antwort finden – magisch, denn es eröffnet immer auch neue Fragestellungen, bis ins Unendliche.

Genau hier verschwimmen auch die Grenzen, warum es wichtig oder unwichtig sein könnte, Mann oder Frau zu sein – eher ist wichtig überhaupt sein zu dürfen mit einem Bewusstsein. In manchen Kulturen besteht die Vorstellung, dass in Urzeiten beides das Gleiche eines Teiles war und nun dazu verdammt ist immer sehnsüchtig nach seinem Gegenstück zu suchen um wieder eins zu sein. So ist auch die Magie der Dinge, alles besteht aus einem positiv und negativ. Nur das allererste Mal – beim Urknall war es im Ungleichgewicht.

Alle diese Dinge und Betrachtungsweisen fließen in die Arbeit der Künstlerin und finden sich wieder in Ihren Bildern. So sieht der flüchtige Betrachter schöne Bilder und die Außenwelt, der andere mit etwas mehr Zeit und Beharrlichkeit entdeckt auch die Innere – und eine Frau – erkennt sich selbst.

Die Kunstszene kategorisierte die Gemälde vormals als „erotic art“, wobei aus eben vorgenannten Gründen, dies natürlich nur ein Teilaspekt der Bilderinhalte ist, weil die Detailsicht zu Kategorisierungskollisionen führt. Sicher ist Erotik eine Komponente zudem spannend damit visuell zu spielen, jedoch spannender noch als nackt ist doch gerade die Andeutung – auch in mentaler Hinsicht – Ein Gedanke eine tiefe Sehnsucht.

Pressebüro Röhrken

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